Damaskus

Die Haupstadt Syriens gehört zu den ältesten Städten der Welt, in der sich Einflüsse verschiedenster Kulturen und Epochen vermischen. Vor ihren Toren hatte Saulus von Tarsus seine Eingebung, nach der er sich nur noch "Paulus" nannte.
Im ältesten Teil der Stadt wurden Spuren einer aramäischen Stadt entdeckt und freigelegt. Die Zitadelle ist auf Fundamenten aus römischer Zeit aufgebaut.
Die Reste des dem Gott Jupiter geweihten Tempels sind noch gut erhalten und in der Altstadt zu besichtigen.
Heute ist Damaskus eine moderne Stadt mit ca. 2,5 Millionen Einwohnern, gelegen am Fluß Barada, inmitten einer großen Oase (Ghouta-Ebene) mit zahllosen Gärten, Feldern und Obstplantagen, die einen Teil des Bedarfs an Obst und Gemüse der Hauptstadt decken. Unter den Omayyaden wurde die Stadt im 8. Jh. zum politischen, religiösen und kulturellen Zentrum des Islam.
Die Omayyaden-Moschee, von dem Kali Al-Walid im Jahre 705 errichtet, ist eine der größten Sehenswürdigkeiten der Metropole. Die drei Minarette dieser Moschee sind das Wahrzeichen von Damaskus. Die Mosaikwände, welche zu den wertvollsten Stücken der Moschee gehören, sind nach antiker, byzantinischer Technik aus kleinen, kolorierten oder vergoldeten Würfeln zusammengesetzt.
Sehenswert ist der in der Nähe der Moschee gelegene berühmte Azem-Palast, der heute ein Museum für Volkskunst ist.
Auch die alten Medressen (Schulen), Zahiriya- und Adiliya Medressa, lohnen einen Besuch.
Am Ende der bekannten "Geraden Straße", die eine Art Decumanus von 1500 m Länge ist, befindet sich die unterirdische Ananias-Kapelle, eine der ersten christlichen Kirchen der Welt.
Am Osttor sind Reste der Wallanlage zu besichtigen. Dort ist auch die Stelle, an welcher der Apostel Paulus in einem Korb über die Stadtmauer hinunter gelassen wurde, als er aus der Stadt fliehen mußte. Daran erinnert auch die Paulus-Kapelle, die hier ebenfalls zu besichtigen ist.
Das Nationalmuseum von Damaskus beherbergt wertvolle Sammlungen von Ausgrabungsschätzen aller Epochen aus ganz Syrien. Ein Besuch dieses Museums sollte bei einer Syrienreise daher unbedingt eingeplant werden.
Die Souks der Stadt, insbesondere der Souk Hamidije und der Gewürzmarkt laden zum bummeln und einkaufen ein.

 

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