Aleppo
Die Stadt Aleppo war bereits
im 3. Jahrtausend v. Chr. eine blühende Stadt.
Am Knotenpunkt der antiken Handelsstraße gelegen, spielte Aleppo seit der
Zeit des Akaiden-Königreichs und der Amoriden in der Geschichte der Region
eine lebendige Rolle.
Während der islamischen Periode war die Altstadt von einer Stadtmauer mit
Verteidigungstürmen und Stadttoren umgeben. Ein großer Teil des Walls und
einige Tore, wie z.B. Bab Qinnesrin, Bab Al-Nasser, Bab Al-Hadid, Bab Antakia
sind gut erhalten.
Aleppo ist auch
wegen seiner Moscheen, Kirchen und der Anzahl seiner Schulen (Medressen) bekannt.
Die Zitadelle, das größte und eindrucksvollste Monument der Stadt, liegt im
Zentrum von Aleppo auf einem 40 m hohen Hügel.
Sehenswert ist auch das archäologische Museum, welches Ausstellungsstücke
vom Steinzeitalter bis zur Neuzeit enthält. Es besitzt eine besonders interessante
Sammlung aus den ältesten Gebieten Syriens (Mari, Ugarit, Ebla), Funde aus
dem Euphrat-Becken und aus Hama.
Berühmt ist in Aleppo
auch der überdachte Souk, der sich 10 km lang durch enge Gassen zieht.
Die Soukstraßen werden nach den dort verkauften Produkten benannt, wie z.B.
der Parfum-Souk, der Schmuck-Souk usw. Die meisten dieser Straßen stammen
aus dem 15. und 16. Jh. und können als wahres Volkskunde-Museum bezeichnet
werden.
Die Gasthäuser der
Karawansereien (Khan) siedelten sich in der Nähe der Souks an, da sie meist
von Kaufleuten besucht wurden. Ihre Fassaden und die riesigen, mit Eisen und
Kupfer beschlagenen Holztore sind geschmackvoll gestaltet.
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